Presseberichte

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 04.07.2017

Ahrensfelderin Lisa Ponomar feiert Turniersieg in Belgien

Die 20 Jahre alte Profispielerin setzt sich in De Haan gegen in der Weltrangliste teilweise deutlich besser platzierte Spielerinnen durch.

Ahrensburg.  Die Ahrensfelder Tennisspielerin Lisa Ponomar ist offenbar auf den Geschmack gekommen: Eine Woche nachdem die 20-Jährige beim Future Nord in Kaltenkirchen den Doppelwettbewerb gewonnen hat – ihr erster Titel auf ITF-Ebene – ließ sie in De Haan (Belgien) gleich Turniersieg Nummer zwei folgen – diesmal im Einzel.

Im Endspiel des mit 15.000 Dollar dotierten Damen-Turniers gewann sie gegen die an Position sechs gesetzte Tschechin Monika Kilnarova mit 6:2, 7:5. Ponomar gab während des gesamten Turniers nicht einen Satz ab – und das gegen Spielerinnen, die in der Weltrangliste teilweise 400 Plätze über ihr stehen wie die Weißrussin Sviatlana Pirazhenka, die sie im Viertelfinale mit 6:4, 6:3 in Schach hielt.

Die Ahrensburgerin wird im Ranking nun selbst einen großen Satz machen. Derzeit steht sie noch auf Platz 825. „Es wird Richtung 650 gehen“, hat ihr Vater Dimitri Ponomar errechnet.

„Der Erfolg in Kaltenkirchen war wichtig für den Kopf, da ich zuvor schon einige Male in einem Finale stand, aber immer verloren hatte“, sagte Lisa Ponomar. Ihr Amerikansischer Trainer Johnny Brown und ihr Vater halten sie jetzt für reif genug, auch größere Turniere zu spielen. Mit jedem Platz, den sie in der Weltrangliste nach oben klettert, wird es einfacher, an besser dotierten Wettbewerben teilzunehmen. Für einen Platz im beim 60.000-Dollar-Turnier kommende Woche in Versmold (Nordrhein-Westfalen) reicht es noch nicht ganz – Ponomar steht derzeit in der Nachrückerliste auf Platz fünf. Deshalb will sie von heute an in Prokuplje (Serbien) weitere Punkte sammeln.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 06.09.2016

Lisa Ponomar klettert in Weltrangliste um knapp 200 Plätze

Ahrensburg. Tennisspielerin Lisa Ponomar ist beim mit 10.000 US-Dollar dotierten ITF-Damenturnier in Prag (Tschechien) haarscharf am Einzug ins Endspiel des Doppelwettbewerbs vorbeigeschrammt. Die 19-Jährige aus Ahrensfelde und ihre Partnerin Caroline Werner (TC Rüpprurr) vergaben in der Vorschlussrunde gegen die Tschechinnen Miriam Kolodziejova und Vendula Zovincova beim Stand von 1:6, 6:1 und 10:9 einen Matchball. Am Ende unterlagen sie im Match-Tiebreak mit 10:12.

Auch im Einzel erreichte die Ahrensburgerin als Qualifikantin die Runde der letzten Vier, in der die spätere Turniersiegerin Petra Krejsova (Tschechien) beim 2:6, 4:6 für sie jedoch zu stark war. Ponomar dürfte sich dank des Erfolgs in der Weltrangliste von Rang 1116 um knapp 200 Plätze verbessern. „Mein Ziel ist es, bis zum Jahresende wieder unter die ersten 650 zu kommen“, sagte sie. Ihre beste Platzierung datiert aus dem Februar 2015, als sie Rang 634 belegte.

In den kommenden beiden Wochen nimmt sie an zwei weiteren Turnieren in Tschechien teil.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 15.08.2016

Schule vorbei – Lisa Ponomar greift im Tennis wieder an

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Ahrensburg. Den Schulabschluss hat sie seit zwei Wochen in der Tasche, jetzt konzentriert sich Lisa Ponomar wieder auf das Tennis. Bis zum Jahresende will die in der Damen-Weltrangliste auf Platz 1120 abgerutschte 19-Jährige aus Ahrensfelde zurück in die Top 650, wo sie 2015 schon einmal war. Ein Anfang ist gemacht: In Las Palmas erreichte sie die zweite Runde, verlor dort allerdings bei 35 Grad nach mehr als dreistündigem Abnutzungskampf gegen die Britin Emily Arbuthnott 7:6, 3:6, 2:6. „Sie war etwas fitter“, sagte Ponomar.

In dieser Woche machen die beiden Kontrahentinnen gemeinsame Sache: Bei einem weiteren ITF-Turnier auf Gran Canaria sind beide im Doppel an Position zwei gesetzt.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 20.10.2015

Lisa Ponomar erreicht in Brisbane das Hauptfeld

Damen 2.Bundesliga + Nordliga

Ahrensburg. Die Ahrensfelder Tennisspielerin Lisa Ponomar hat beim ITF-Damenturnier im australischen Brisbane ihr Qualifikationsfinale gegen Angelique Svinos (Australien) mit 6:1, 7:5 gewonnen und steht somit erstmals in ihrer Karriere im Hauptfeld eines 25.000-Dollar-Wettbewerbs. Dort trifft die 18-Jährige nun auf Yuki Kristina Chiang (USA). In der Weltrangliste liegt Ponomar als 845. gut 200 Plätze vor der gebürtigen Japanerin. „Das ist eine machbare Aufgabe. Ich bin gut drauf“, sagte die Ahrensburgerin, die gegen Svinos vor allem im ersten nur 31 Minuten dauernden Satz sehr aggressiv spielte und oft mit Topspin-Volleys punktete. Im Doppel verpasste Ponomar mit Tyra Calderwood (Australien) durch ein 3:6, 5:7 gegen Lizette Cabrera/Maddison Inglis (Aus­tralien) die erste Runde.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 13.05.2015

 Lisa Ponomar feiert erfolgreiches Debüt in Tennis-Bundesliga

Ahrensburg. Starkes Debüt von Lisa Ponomar in der Tennis-Bundesliga: Die 17-Jährige aus Ahrensfelde steuerte zwei Punkte zum 8:1-Auftakterfolg ihres neuen Vereins ETUF Essen beim TC Moers 08 bei. Lisa besiegte zunächst die Belgierin Elke Lemmens mit 6:2, 6:4 und gewann anschließend auch ihr Doppel mit ihrer niederländischen Mannschaftskameradin Angelique van der Meet mit 6:4, 6:0 gegen Lemmens/Greetje Minnen.

In der zweiten Begegnung des Doppelspieltags setzten sich die Essenerinnen beim TK Blau-Weiß Aachen mit 7:2 durch, dabei ging die wieder an Position fünf aufgebotene Ahrensburgerin jedoch leer aus: Gegen Eva Vacanno gab es ein 1:6, 3:6, im Doppel verlor sie an der Seite von Anne Schäfer knapp 6:7, 4:6 gegen Marie Benoit/Steffi Distelmanns. Nach den beiden Siegen steht Lisa mit ihrer Mannschaft zunächst an der Tabellenspitze. Katharina Holert, die in der Hallensaison noch für den TSV Glinde gespielt hatte und ebenfalls nach Essen gewechselt ist, kam noch nicht zum Einsatz.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 19.02.2015

Ahrensfelderin spielt bald in der Bundesliga

Die 17-jährige Lisa Ponomar wagt den nächsten Schritt und wechselt vom Club an der Alster in Hamburg zu Liganeuling ETUF Essen.

Ahrensburg. Die Ahrensfelder Tennisspielerin Lisa Ponomar spielt im kommenden Sommer in der ersten Bundesliga. Nach dem Ende der Hallenrunde wechselt die 17-Jährige vom Club an der Alster in Hamburg zum Aufsteiger ETUF Essen.

„Das wird eine ganz neue Herausforderung, auf die ich mich schon sehr freue“, sagt Lisa. Nach zweieinhalb Jahren in der Zweiten Bundesliga sei es an der Zeit für den nächsten Schritt gewesen. Michael Karbacher, Repräsentant von Lisas Ausrüster Babolat, stellte den Kontakt zu den Essenern her, die sich unbedingt noch mit einer jungen deutschen Spielerin verstärken wollten.

Eine ihrer künftigen Mannschaftskolleginnen hat Lisa schon kennengelernt: Vor zwei Wochen traf sie Anne Schäfer beim ITF-Turnier im türkischen Antalya. „Die wusste noch gar nicht, dass wir künftig zusammenspielen werden“, erzählt Lisa. Spontan entschieden sie, gemeinsam am Doppelwettbewerb teilzunehmen. Zum Auftakt gab es gleich einen deutlichen Sieg. Weil sich Lisa im Zweitrundenspiel des Einzels gegen Zhang Ying (China) eine Oberschenkelzerrung zuzog, stieg sie dann jedoch vorzeitig aus dem Turnier aus.

„Ich habe noch versucht, das Match zu Ende zu spielen. Aber meine Gegnerin hat schnell gemerkt, dass ich bei Seitwärtsbewegungen Schwierigkeiten hatte und deshalb versucht, mich richtig laufen zu lassen.“ Beim Stand von 0:6, 1:4 hat dann die Vernunft gesiegt, Lisa gab auf, sagte auch das anschließende Doppel-Viertelfinale ab und flog sofort nach Hause, um die Verletzung auszukurieren. „Einige Tage wird sie sich noch in Geduld üben und schonen müssen“, sagt ihr Vater und Trainer Dimitri Ponomar. Dann will Lisa wieder angreifen. Vor einem knappen Jahr war sie erstmals in der Damen-Weltrangliste notiert. Seitdem hat sie sich auf Platz 634 verbessert. „Mein Ziel ist, noch in diesem Jahr unter die Top 400 zu kommen“, so Lisa. „Sie hat bereits mehrere Spielerinnen geschlagen, die zwischen Platz 300 und 400 stehen, das ist ihr derzeitiges Niveau“, sagt der Vater.

Die Crux mit den Ranglisten: Je besser man platziert ist, umso leichter wird es, zusätzliche Punkte zu sammeln, um seine Platzierung noch weiter zu verbessern. Ponomar: „Wer die bessere Platzierung hat, darf an hochkarätigeren Turnieren teilnehmen, hat zudem oft einen Platz im Hauptfeld sicher und muss seine Kräfte nicht in den Qualifikationswettbewerben vergeuden.“

Um noch besser zu werden, muss Lisa nach eigener Aussage vor allem noch mehr an ihrer Fitness arbeiten. „Ich habe das schon intensiviert. Seit vergangenem Sommer trainiere ich jeden Tag zusätzlich zum normalen Tennisprogramm eine Stunde – mit täglich wechselndem Schwerpunkt: Mal Kraft, mal Ausdauer, mal Koordination.“ Das sei nicht immer lustig, gibt Lisa zu. „Aber ich weiß, dass es wichtig ist, auf dem Platz fühle ich mich stärker.“

Dazu soll demnächst auch wieder Mentaltraining kommen, dem die 17-Jährige durchaus aufgeschlossen gegenübersteht: „Ich war schon zweimal bei Ulrich Oldehave in Hamburg, der einige bekannte Sportler betreut. Dabei ging es darum, wie man mit negativen Situationen im Match umgeht. Leider ist das wegen des vielen Trainings, der Schule und den Turnierreisen wieder eingeschlafen.“

Bald wird Lisa noch öfter unterwegs sein: Weil die Zahl der Turniere, die Spielerinnen unter 18 pro Jahr spielen dürfen, begrenzt ist, darf sie bis zum 21. Mai noch dreimal antreten. „In den Sommermonaten werde ich versuchen, besonders in Deutschland viele Turniere zu spielen. Bis dahin liegt der Fokus auf den Einsätzen in der Bundesliga.“

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 06.11.14

 Lisa Ponomar auch im Doppel eine Runde weiter

Ahrensburg. Lisa Ponomar aus Ahrensfelde hat beim mit 10.000 Dollar dotierten Sandplatz-Tennisturnier im türkischen Belek auch im Doppel die zweite Runde erreicht: An der Seite der Russin Shakhio Saidova gewann die Nummer 697. der Damen-Weltrangliste gegen Milana Semenova/Anjelika Vlasenkova (Russland) im Schnelldurchgang mit 6:0, 6:0. Achtelfinalgegnerin der an Position sechs gesetzten 17-Jährigen im Einzel ist heute die Qualifikantin Anna Bogoslavets (Ukraine).

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 05.11.14

Lisa Ponomar stürmt in Belek in die zweite Runde

Ahrensburg. Tennisspielerin Lisa Ponomar hat beim Damen-Sandplatzturnier im türkischen Belek die zweite Runde erreicht. Die an Position sechs gesetzte 17-Jährige aus Ahrensfelde deklassierte zum Auftakt die Weißrussin Alina Zubkova mit 6:0, 6:1. Nun trifft sie auf die Siegerin der Begegnung zwischen Natalie Novotna (Tschechien) und der Qualifikantin Anna Bogoslavets (Ukraine). In der am Montag veröffentlichten aktualisierten Weltrangliste steht Lisa als 697. erstmals unter den Top 700.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 17.10.14 

Tennis: Lisa Ponomar schlägt Mitfavoritin aus Frankreich

Lisa Ponomar aus Ahrensfelde steht nach einem 7:6, 6:2 über die an Position zwei gesetzte Französin Clothilde de Bernardi im Viertelfinale des Tennis-Hartplatzturniers der Damen im türkischen Antalya.

Ahrensburg. Die 17-Jährige ist die einzige der sechs für das Hauptfeld qualifizierten deutschen Spielerinnen in der Runde der letzten Acht. Nächste Gegnerin ist die rumänische Qualifikantin Andreea Ghitescu. Im Doppel schied sie mit Partnerin Zusana Luknarova (Slowakei) im Viertelfinale aus.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 16.10.14

 Lisa Ponomar wehrt bei Turnier in der Türkei vier Matchbälle ab

Ahrensfelderin erreicht bei Damen-Hartplatzturnier Antalya die zweite Runde. Die 17-Jährige gewinnt nach hartem Kampf gegen die Russin Liudmilla Vasilyeva mit 4:6, 6:0, 7:5.

Ahrensburg. Tennisspielerin Lisa Ponomar aus Ahrensfelde steht beim Damen-Hartplatzturnier im türkischen Antalya in der zweiten Runde. Die 17-Jährige besiegte zum Auftakt des mit 10.000 Dollar dotierten ITF-Wettbewerbs die sechs Jahre ältere russische Qualifikantin Liudmilla Vasilyeva nach hartem Kampf mit 4:6, 6:0, 7:5. Das Match dauerte fast dreieinhalb Stunden. Besonders der dritte Satz wurde zum Kraftakt: Beim Stand von 3:5 wehrte Lisa drei Matchbälle ab, beim Stand von 4:5 einen weiteren.

„Nach zuletzt fünf Niederlagen gegen ältere Spielerinnen habe ich endlich wieder eine routiniertere Gegnerin geschlagen“, sagte Lisa erfreut. Insbesondere im zweiten Satz zeigte die für den Club an der Alster spielende Ahrensburgerin eine ganz starke Leistung. „Da hat sie mutig und fast fehlerlos gespielt“, lobte Vater Dimitri Ponomar. Nächste Gegnerin der Stormarnerin ist nun die an Position zwei gesetzte Mitfavoritin Clothilde de Bernardi aus Frankreich.

Zuvor hatte Lisa bereits das Viertelfinale im Doppel erreicht: An der Seite ihrer slowakischen Partnerin Zuzana Luknarova gewann sie gegen die belgisch-französische Paarung Catherine Chantraine/Caroline Romeo mit 7:5, 6:2. In der Runde der letzten Acht warten nun de Bernardi und die Polin Agata Baranska.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 10.02.2014

 Lisa Ponomar erstmals in der Damen-Weltrangliste

Die 16-jährige Ahrensburgerin steht auf Rang 1148. Kommende Woche wird sie nach ihrem überraschenden Finaleinzug beim Turnier im türkischen Antalya gut 200 Plätze aufrücken.

Bild: Holger Suhr

3. Ahrensburg Open

 

Zum ganz großen Coup hat es nicht gereicht: Lisa Ponomar aus Ahrensfelde unterlag im Endspiel des internationalen Tennisturniers in Antalya (Türkei) derWeißrussin Iryna Shymanovich mit 2:6, 3:6. Dennoch wertete Vater und Trainer Dimitri Ponomar das Abschneiden als bislang größten Erfolg der 16-Jährigen: „Sie hat auf dem Weg ins Finale einige sehr viel höher eingeschätzte Spielerinnen geschlagen.“ Gegen die in der Damen-Weltrangliste auf Platz 522 liegende Slowakin Lenka Jurikova gewann Lisa im Halbfinale 7:5, 1:6, 6:3, gegen die Nummer 449, Susanne Celik aus Schweden, zuvor sogar mit 6:3, 7:5. Ponomar: „Lisa ist im Moment sehr gut drauf. Im Finale hat sie aber wahrscheinlich etwas zu viel nachgedacht.“

In der am Montag veröffentlichten neuen Weltrangliste ist Lisa nun erstmals verzeichnet – auf Rang 1148. Allerdings sind dort die sieben Punkte, die sie neben den 900 Dollar Preisgeld für ihren Finaleinzug bekam, noch nicht berücksichtigt. Deshalb dürfte sie kommende Woche im Ranking gut 200 Plätze gut machen. In dieser Woche bestreitet sie ein weiteres Turnier in Antalya. Ponomar: „Bislang steht Lisa erst mit fünf Ergebnissen in der Wertung. Mit 16 Jahren darf sie insgesamt zwölf Turniere bestreiten, bis zum 21. Mai hat sie also noch siebenmal die Möglichkeit, Punkte zu sammeln.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 10.02.2014

Tennis: Lisa Ponomar verliert in Antalya erst im Halbfinale

Im Duell jugendliche Power gegen nervenstarke Routine zog Lisa Ponomar diesmal noch den Kürzeren.

Bild: Holger Suhr

Ahrensburg. Die 16 Jahre alte Tennisspielerin aus Ahrensfelde unterlag im Halbfinale des mit 10.000 Dollar dotierten Damenturniers in Antalya (Türkei) der Ukrainerin Alyona Sotnikova mit 0:6, 2:6. „Lisa wollte nach ihren starken Leistungen in den beiden vorangegangen Runden zu viel. Aber die Gegnerin war zu clever, hat sie geschickt aus dem Rhythmus gebracht“, sagte Vater Dimitri Ponomar. Lisa durfte sich mit 600 Dollar Preisgeld trösten und zudem über viel Lob freuen, dass sie insbesondere nach ihrem 6:2, 6:4 im Viertelfinale über Ekaterine Gorgodze (Georgien) bekam, die in der WTA-Weltrangliste immerhin auf Platz 414 steht.

Gleich nach ihrem Halbfinale am Sonnabend reiste Lisa via Düsseldorf nach Bremen, wo sie gestern mit zwei Punkten zum 4:2 ihres Clubs an der Alster in der Damen-Regionalliga beim Club zur Vahr beitrug.

 Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 20.01.2014

Lisa Ponomar wird bei Turnier in Stuttgart Zweite im Doppel

Yonex ITF Hamburg oder Segro International in Kaarst – diese Wahl fiel Lisa Ponomar nicht allzu schwer.

Bild: Tobias Fröhlich

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Ahrensburg. Die 16 Jahre alte Tennisspielerin aus Ahrensburg will künftig auf Wettbewerbe im Juniorinnenbereich weitgehend verzichten und entschied sich deshalb für die Teilnahme am mit 10.000 Dollar dotierten Damenturnier in der Nähe von Düsseldorf. Am Sonnabend ging es per Zug von Stuttgart aus nach Kaarst, wo Lisa mit großem Selbstvertrauen antritt, nachdem sie bei den Internationalen Württembergischen Hallenmeisterschaften bis ins Finale des Doppelwettbewerbs gekommen war. Beim 6:4, 1:6, 7:10 gegen die topgesetzte Paarung Carolin Daniels/Laura Schaeder (Deutschland) war ihre Partnerin Karin Kennel aber schon von einer einsetzenden Mandelentzündung geschwächt, die Schweizerin sagte deshalb auch für Kaarst ab.

„In einem so gut besetzten Feld so weit zu kommen, ist ein schöner Erfolg“, sagte Vater Dimitri Ponomar, der hofft, dass sich der zehnwöchige Trainingsaufenthalt Ende vergangenen Jahres in Florida bald auch im Einzel auszahlt – dort verlor Lisa in der Qualifikation mit 3:6, 1:6 gegen Lisa Stadler (Schweiz).

 

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 14.12.2013

Lisa Ponomar kämpft sich bei Orange Bowl ins Halbfinale

Foto: Paul Ballard

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Ahrensburg. Nur noch zwei Siege trennen die Ahrensfelder Tennisspielerin Lisa Ponomar bei den Orange Bowl Championships in Plantation/Florida vom Gewinn des Einzelwettbewerbs bei den Juniorinnen U16. Mit einem hart erkämpften 6:4, 7:6 über Sofia Sewing (USA) hat sich die 16-Jährige für das Halbfinale qualifiziert. Dort wartet nun Alexis Nelson (USA), die im Turnierverlauf noch keinen Satz abgegeben hat. Im Doppel ist Lisas Traum von der Titelverteidigung indes geplatzt: Mit ihrer amerikanischen Partnerin Stephanie Nemtsova verlor sie gegen Brienne Minor/Jadyn O’Brien Switkes (USA) mit 4:6, 5:7 und verpasste damit den Einzug ins Endspiel.

 Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 09.09.2013

 Lisa Ponomar holt ersten Punkt für Weltrangliste

Tennisspielerin Lisa Ponomar aus Ahrensburg hat nun auch im Einzel ihren ersten Punkt für die Damen-Weltrangliste gewonnen.

Foto:

 

Ahrensburg. Beim mit 15.000 US-Dollar dotierten Turnier des Grunwald Tennis-Clubs in Berlin überstand die 16-Jährige nach Siegen in der Qualifikation über die Deutschen Vivian Klein (6:0, 6:1) und Michelle Janis (6:1, 6:0) sowie die Russin Uzdina (6:3, 6:1) mit einem 6:2, 6:1 über Vivian Wolff auch die erste Hauptrunde. In Runde zwei war dann allerdings Schluss: Gegen die Ungarin Vanda Lukacs unterlag sie mit 2:6, 1:6.

Trost für Lisa: Ex-Profi Alexander Waske, der gemeinsam mit dem ehemaligen Weltranglistenfünften Rainer Schüttler die Schüttler Waske Tennis-University in Offenbach betreibt, hat sie persönlich per E-Mail zum Training eingeladen. „Das ist eine große Ehre, dort trainieren auch die deutschenSpitzenspielerinnen Angelique Kerber und Andrea Petkovic“,sagte Vater Dimitri Ponomar. Anfang Oktober geht es dann wieder für mindestens acht Wochen zum Training und für einige Turniere in die USA. Zum Abschluss der Reise nimmt die Ahrensburgerin wieder am zu den bedeutendsten Jugendturnieren zählenden Orange Bowl in Florida teil, bei dem sie im vergangenen Jahr den Titel im Doppel gewonnen hatte.

 

Hamburger Abendblatt ( Thomas Jaklitsch), 23.08.13

Tennis: Lisa Ponomar verliert nach großem Kampf gegen

Barrois

Ahrensburg. Tennisspielerin Lisa Ponomar hat der früheren Weltranglisten-57. Kristina Barrois in der ersten Runde der Braunschweig Lady’s Open einen großen Kampf geliefert – aber dennoch mit 5:7, 3:6 verloren. Im Doppel unterlag die 16 Jahre alte Ahrensfelderin mit Katarina Hogbarski gegen Tereza Malikova/Tereza Smitkova (Tschechien) mit 1:6, 6:4, 8:10.

 

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 22.08.13

Lisa Ponomar punktet bei Braunschweig Open für Doppel-

Weltrangliste

Schöner Erfolg für Lisa Ponomar: Die 16 Jahre alte Tennisspielerin aus Ahrensfelde hat ihren ersten Punkt für die WTA-Doppel-Weltrangliste der Damen gewonnen.

Foto: Holger Suhr

 

Sieker Open

Ahrensburg. Bei den mit 15.000 US-Dollar dotierten Braunschweig Woman’s Open erreichte sie an der Seite von Katharina Hogbarski, mit der sie Ende Juni den Titel bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Ludwigshafen gewonnen hatte, dank eines 4:6, 6:4, 10:6 über die deutsch-mexikanische Paarung Tamara Korpatsch/Ximena Hermoso das Viertelfinale. Nächste Gegnerinnen sind heute die topgesetzten Tschechinnen Tereza Malikova/Tereza Smitkova.

Auch im Einzel hat Lisa das Hauptfeld erreicht: Gegnerin in der ersten Runde war gestern Abend (Spiel begann erst nach Redaktionsschluss) Kristina Barrios (Ratinger TC), die im Mai 2011 auf Rang 57 der Weltrangliste stand. Mit Siegen über Alisha Haas (MTG BW Mannheim, 7:5, 6:4), Denisa Ibrahimovic (Der Club an der Alster, 6:3, 6:0) und Viktoriya Yankovskaya (Russland, 6:1, 6:4) hatte sich die Stormarnerin in der Qualifikation behauptet.

 

Hamburger Abendblatt (Andreas Hardt), 26.07.13

 Der Tennischef bittet zum Training

25 Kinder übten mit dem deutschen Daviscup-Kapitän am Hamburger Rothenbaum. Dabei zwei Profis in spe und ein Mädchen aus China

 Hamburg. Irgendwann nach fast drei Stunden Training bei 30 Grad standen Lisa Ponomar und Johanna Silva allein auf dem Centre-Court am Rothenbaum und knallten die gelben Bälle hin und her und her und hin. Mit einer Intensität und Präzision, die keinen Zweifel ließ, was diese beiden 15 und 16 Jahre alten Mädchen antreibt. „Wir wollen mal Tennisprofis werden“, sagten beide, Johanna wurde noch präziser: „Unter die ersten zehn der Weltrangliste.“

Die beiden Profis in spe vom Club an der Alster hatten am Mittwoch mit 23 anderen Kindern aus Hamburg und Umgebung die Chance wahrgenommen, mit dem deutschen Bundestrainer und Daviscup-Kapitän Carsten Arriens und dem Hamburger Verbandstrainer Guido Fratzke auf der Turnieranlage an der Hallerstraße zu trainieren und mal zu erfahren, wie es denn so zugeht, unter „Profibedingungen“. Sie hatten sich auf die Initiative des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) und des Abendblattes gemeldet, die Hamburger Talenten diese Erfahrungen ermöglichte. Der Hamburger Unternehmer und ehemalige Wirtschaftssenator Ian Karan, der ein begeisterter Hobbyspieler ist, spendete im Rahmen der Aktion außerdem 3000 Euro an die Kinderhilfs-Organisation Plan International und schaute sich das Treiben persönlich an.

„Es hat viel Freude gemacht“, sagte Arriens, „es war natürlich auch eine Herausforderung, weil die Kids zum Teil ein ziemlich unterschiedliches Niveau hatten.“ Lisa und Johanna stachen dabei natürlich heraus, aber auch die anderen waren mit viel Engagement dabei und hatten ihren Spaß. „Ich war ganz schön nervös, als mir Carsten Arriens die Bälle zugespielt hat“, sagte Mulan Bartz, „aber er war total nett, hat viel erklärt und mir tolle Tipps gegeben.“

Wenn man so will, hatte die 15-Jährige die längste Anreise aller Teilnehmer. Erst vor zwei Wochen ist sie mit ihren Eltern nach zehnjährigem Aufenthalt aus Peking nach Bergedorf übergesiedelt. Es war ihr Wunsch, sagte sie: „Der Smog in Peking ist zu stark, man konnte kaum noch atmen, Tennisspielen natürlich auch nicht richtig.“ Fast ihre halbe Klasse hätte deshalb in diesem Sommer die chinesische Hauptstadt verlassen.

Tennis hat das 1.77 Meter große Mädchen natürlich auch in Peking gelernt, wo sie die Schule der deutschen Botschaft besuchte. Im letzten Oktober hatte sie sogar bei den offiziellen Pekinger Schülermeisterschaften bei den Mädchen den ersten Platz belegt. „Da spielen aber nicht die Kinder mit, die für eine Profikarriere ausgesucht sind“, gab Mulan zu. Arriens war beeindruckt von der Geschichte der Deutsch-Chinesin, die bisher nur auf Hartplätzen gespielt hat. „Man merkt, wie begeistert sie spielt und wie gern sie besser werden will“, sagte der Daviscup-Coach, „auch wenn es für eine internationale Karriere vielleicht nicht reichen wird.“

Dass sie nun dauerhaft in Hamburg ist, muss erst noch sacken: „Bisher war ich ja immer nur im Urlaub hier“, sagte die Tochter einer Chinesin und eines deutschen Vaters, „jetzt muss ich erst einmal realisieren, dass es für immer ist.“ Tennis wird dabei möglicherweise eine wichtige Rolle spielen, schon ist sie auf der Suche nach einem Klub in Hamburgs Südosten: „Der Sport macht mir unglaublich Spaß, und das Training war sehr schön.“

 

Kinder mit diesem Spaß am Spiel und der Einstellung sind genau die, die der DTB und auch der Hamburger Tennis-Verband suchen und fördern wollen. Es ist nicht leicht. „Alexander Zverev hebt sich in seinem Denken schon von vielen ab“, sagt Arriens. Der 16 Jahre alte Hamburger habe nach seiner Erstrundenniederlage am Rothenbaum vor zwei Wochen noch stundenlang ein der Umkleidekabine gesessen und gegrübelt, warum er verloren hatte.

Den Biss und das unbedingte Wollen, das vermisst Arriens bei einigen Kindern. Talente seien da, das DTB-System produziert sie, aber der Übergang zwischen 18 und 23 Jahren in den Profibereich, der hakt oft genug. „Vielleicht werden die Jungs auch zu sehr verhätschelt und beschützt. Manche müssen ja schon auf einem Fahrrad-Ergometer einen Helm tragen. Die müssen doch auch mal hinfallen, Jungs sein mit ihrer Männerenergie. Die setzen sich dann auch im Sport durch.“

Als Bundestrainer ist der 44-Jährige für den A- und B-Kader zuständig. Fünf bis sechs Spieler aus dem Nachwuchs möchte er konkret begleiten. Dazu gehören Unterstützung im Bereich des Athletik und der Sportpsychologie. Arriens möchte allgemeingültige Standards einführen, die für die Betreuung der Leistungsspieler gelten, sei es an Bundesstützpunkten oder begleitend, wenn die Familien allein unterwegs sind. Kurzfristig soll außerdem die Trainerausbildung reformiert werden. „Wir brauchen eine Spitzenausbildung“, fordert Arriens, „dass sich 200 völlig unterschiedlich orientierte A-Trainer alle zwei Jahre zur Lizenzverlängerung treffen, ist nicht ausreichend.“

Lisa Ponomar, die im letzten Dezember im Doppel den Orange Bowl gewonnen hat, das bedeutendste Jugendturnier der Welt, und Johanna Silva interessiert diese verbandsinternen Strategien weniger. Sie ziehen ihren Weg durch, trainieren jeden Tag: „Man muss schon auf vieles andere verzichten“, sagt Johanna. Turniere, Reisen, Training jeden Tag. Und trotzdem konnte Carsten Arriens den beiden Toptalenten sogar noch ein paar neue Übungen zeigen und Tipps geben. „Da waren ein paar tolle Sachen dabei, es hat Spaß gemacht“, sagte Lisa. So sollte es sein.

Hamburger Abendblatt (Henrik Bagdassarian), 24.07.13

Lisa Ponomar siegt beim Stadtwerke-Pinneberg-Cup

Foto: Holger Suhr

Ahrensburg. Tennisspielerin Lisa Ponomar hat den 4. Stadtwerke-Pinneberg-Cup des Pinneberger TC gewonnen. Im Finale der Damen bezwang die 16 Jahre alte Ahrensburgerin, die seit Beginn des Jahres für den Hamburger Club an der Alster aufschlägt, ihre Vereinskameradin Johanna Silva mit 6:2, 6:0. Der Titelgewinn im Wettbewerb der Damen war mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert.

Hamburger Abendblatt (Nina Westphalen) 09.07.2013
Training mit dem Profi – „Wie war ich?“

Die Ahrensfelder Tennisspielerin Lisa Ponomar ist auf dem Weg in die Weltspitze, die Abendblatt-Reporterin übt alle zwei Wochen. Ein Selbstversuch.

Foto: Henrik Bagdassarian

 

Training für Fortgeschrittene: Deutsche Meisterin Lisa Ponomar (l.) und Abendblatt-Mitarbeiterin Nina Westphalen schlagen Vor- und Rückhandbälle von der Grundlinie

Ahrensfelde. Deutschland ist im Tennisfieber. Und auch nach Stormarn ist die Welle der Euphorie übergeschwappt. „Dank Sabine Lisicki rückt Tennis wieder in den Fokus junger Menschen“, sagt Lars Borgstede, Sportwart des Tennis und Hockey Clubs Ahrensburg. „Durch ihre herausragende Leistung in Wimbledon sind viele junge Menschen wieder von Tennis begeistert“, sagt er. „Wir erhoffen uns dadurch auch neuen Zulauf für unseren Verein.“

Eine junge Stormarnerin, die schon seit vielen Jahren erfolgreich Tennis spielt, ist die 16 Jahre alte Lisa Ponomar aus Ahrensfelde. Erst im Juni dieses Jahres wurde sie deutsche Meisterin im Doppel der Juniorinnen U 16. Im Dezember 2012 gewann sie die Orange Bowl in Florida in ihrer Alterklasse. Turniere in Schweden, Dänemark Belgien und Polen sind für sie alltäglich.

Abendblatt-Mitarbeiterin Nina Westphalen ist Hobby-Tennisspielerin seit 13 Jahren und wagte den Selbstversuch. Die 20-Jährige trainierte zusammen mit der deutschen Meisterin und kam dabei an ihre Grenzen:

Ich treffe Lisa und ihren Vater und Trainer Dimitri Ponomar auf einem roten Sandplatz der eigenen Tennisschule in Ahrensfelde. Lisa hat bereits eine Stunde trainiert und sich warm gespielt. Zum Einstieg sollen wir uns locker einspielen. „Kein Problem“, denke ich. Doch da merke ich schon, dass meine Tenniskollegin „locker“ etwas anders definiert als ich. Hinter jedem von Lisas Schlägen steckt Kraft und Schnelligkeit. Ich habe Mühe, alle Bälle zurückzuschlagen. Zur Information: Das kleine T-Feld, in dem wir spielen, wird auch Halbfeld genannt. Wir spielen also nur auf einem kleinen Teil des Tennisfeldes und schlagen kurze Bälle. Doch nach zehn Minuten bin ich bereits aus der Puste. Wie geht es mir denn dann, wenn wir richtig anfangen zu spielen?

Dass Lisa Ponomar schon so erfolgreich ist, hat mich beeindruckt. „Wo geht sie zur Schule, hat sie Freizeit um Freunde zu treffen und wie hart trainiert sie?“, waren Fragen, die mir durch den Kopf schossen. Aus diesem Grund wollte ich einmal mit Lisa trainieren. Am Ende sollte sich herausstellen, dass es mit Abstand das härteste Training war, das ich je hatte.

„Dann stellt euch bitte an die Grundlinie und spielt schöne lange Bälle“, sagt der Trainer. Nun spielen wir von der hinteren Linie des Feldes. Dimitri Ponomar analysiert jeden Schlag von Lisa und mir genau. Ihm entgeht kein Fehler. „Kein Wunder, dass Lisa so gut Tennis spielen kann“, denke ich. In der Regel trainiert das Mädchen jeden Tag bis zu vier Stunden und muss zusätzlich zur Physiotherapie und hat einen strengen Fitnessplan zu absolvieren. Ich hingegen trainiere jeden zweiten Dienstag eine Stunde – ohne Physiotherapeut und ohne Fitnessgeräte natürlich. Bei dem Gedanken muss ich schon etwas schmunzeln.

„Einen Ernährungsplan habe ich aber nicht“, erzählt mir Lisa während einer kleinen Verschnaufpause. Ein Eis darf sie also schon essen. Und wie viel Zeit hat sie um Freunde zu treffen oder zum Shoppen? „Wenn ich bei Turnieren in Amerika bin, reicht die Zeit auf jeden Fall für einen Bummel in die Mall. Freunde treffen ist eigentlich auch kein Problem“, erzählt sie. Die deutsche Tennismeisterin war schon mehrere Male in Florida. Erst im Dezember 2012 gewann sie im Doppel die Orange Bowl in Miami – eines der populärsten Jugendturniere der Welt. „Dort gewonnen zu haben, macht mich schon sehr stolz“, sagt Lisa.

Unterstützt wird sie dabei von ihrem Vater. Dimitri Ponomar trainiert Lisa, seitdem sie Tennis spielt und begleitet sie zu fast jedem Turnier. „Als sie sechs Jahre alt war, haben wir mit dem Training begonnen. Mit drei hatte sie das erste Mal einen Schläger in den Händen“, sagt der Ukrainer. Er ist stolz auf seine Tochter, das merke ich sofort daran, wie er über sie spricht. Außerdem erzählt er, dass er versuche, sie langsam auf die Turniere vorzubereiten. „Ich überstürze nichts. Sie muss nicht sofort alles erreichen. Sie soll schließlich auch noch Lust auf Tennis haben, wenn sie 18 Jahre alt ist“ sagt er.

„Nun machen wir aber weiter, bevor euch kalt wird“, sagt Dimitri Ponomar. Ich bin gespannt, was nun auf dem Programm steht. Aber ich habe Glück. Erstmal zeigt uns der Trainer, der auch ukrainischer Meister war, die richtige Schlägerhaltung für die Vor- und Rückhand. Dabei staune ich immer wieder, wie viele kleine Fehler sich nach 13 Jahren in meine Schlagtechnik eingeschlichen haben. Danach folgen ein paar Übungen für die Vorhand und Rückhand. Manche Bälle davon sollen wir „volley“, also direkt, annehmen. Ohne, dass sie vorher auf dem Boden aufkommen. „Und nun spielt ihr noch mal gegeneinander. Aber diesmal richtig“, sagt der Trainer.

„Okay, jetzt wird es ernst“, denke ich. Damit habe ich Recht. Lisa macht wirklich Ernst. Fast jeder zweite Schlag von mir landet im Netz oder im Aus. Ich bin frustriert und erledigt, Lisa scheint genervt oder gelangweilt – das kann ich nicht ganz einschätzen. Die kleinen gelben Filzbälle fliegen mir mit voller Wucht um die Ohren. Lisa weiß genau wo sie hinschlagen muss, und wie sie mich austrickst. Ein wenig peinlich ist es mir schon, dass ich mich so schlecht schlage. Nach 20 Minuten machen wir eine kleine Pause. Ich muss mich hinsetzten, ich brauche Wasser, ich spüre den Muskelkater jetzt schon.

Lisa hingegen sieht topfit aus. Sie ist groß und schlank. Trägt ein weißes Tenniskleidchen von ihrem Sponsor Babolat und ist braun gebrannt. Im Gegensatz zu mir ist sie nicht knallrot im Gesicht. Sie scheint nicht aus der Puste zu sein und richtet sich gerade den langen Pferdeschwanz.

Ich frage sie, auch um etwas Zeit zu schinden, ob Tennis schon immer ihr Lieblingssport war. „Als ich ganz jung war wollte ich reiten. Aber das hat sich schnell geändert, als ich das erste Mal Tennistraining hatte“, sagt sie.

Dann schießt mir eine weitere Frage durch den Kopf, die mich brennend interessiert: „Wo gehst du eigentlich zur Schule und wann hast zu Zeit zum Lernen oder für Hausaufgaben, wenn du so beschäftigt bist?“ Sie erzählt mir, dass sie momentan noch auf eine Fernschule in Mannheim geht. Sie bekommt ihr Lehrmaterial zugeschickt. Ab Oktober will sie allerdings auf die Stormarnschule in Ahrensburg wechseln und dort ihr Abitur machen.

Nach weiteren 15 Minuten voll schneller, harter Tennisschläge von der deutschen Meisterin bin ich endgültig außer Atem. Das sieht wohl auch Dimitri Ponomar so und entlässt mich aus dem Training. Trotzdem möchte ich noch wissen, wie es für Lisa nun weiter geht. „Mein Ziel ist es, am Juniorenwettbewerb der US Open im September teilzunehmen“, sagt sie. Dafür müsse sie sich in den nächsten Turnieren aber erst qualifizieren. Momentan stehe sie auf Platz 250 der Jugend-Weltrangliste. „Um es zu den US Open zu schaffen, muss ich mich unter die besten Hundert spielen“, sagt Lisa optimistisch.

Zum Schluss bleibt nur noch eine Frage offen: „Wie war ich?“ Dimitri Ponomar versichert mir, dass meine Leistung „ganz gut“ gewesen sei. Mein Schläger bräuchte aber dringend eine neue Schlägerbespannung und ein neues Griffband. Ich allerdings bin der Meinung, dass das auch nicht reicht, um nur ansatzweise so gut Tennis zu spielen, wie Lisa Ponomar.

 Beitrag von Julia Stock, Lisa Eller, Marcus Triebe,

Maximilian Hoch, York Albrecht

Lisa Ponomar

 

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 05.03.2013

Lisa Ponomar gewinnt mit Alster Regionalligatitel

Ahrensburg. Lisa Ponomar ist mit den Tennisdamen des Clubs an der Alster norddeutsche Mannschaftsmeisterin geworden. Die 15-Jährige aus Ahrensfelde steuerte zum entscheidenden 6:0-Sieg der Hamburgerinnen am letzten Spieltag der Regionalliga Nord-Ost beim Club zur Vahr zwei Punkte bei. Zunächst deklassierte sie im Einzel Janina Pahl mit 6:0, 6:0, und gewann dann im Doppel an der Seite von Jennifer Witthöft gegen Maren Tiedjen und Sally Thomas 6:4, 6:4.

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 28.02.2013

Lisa Ponomar feiert nächsten Turniersieg

 

 

 

 

Ahrensburg. Die Ahrensfelder Tennisspielerin Lisa Ponomar hat bei den Bavarian Junior Open in Cadolzburg (bei Nürnberg) den Doppelwettbewerb gewonnen. Im Endspiel bezwang sie an der Seite der Saarländerin Katharina Hogbarski die topgesetzten Ungarinnen Anna Bondar und Dalma Galfi mit 6:2, 6:1. Im Einzel kam die 15-Jährige bis ins Viertelfinale, unterlag dort Darta-Elizabete Emulina mit 6:2, 4:6, 2:6. Fünf Wochen zuvor hatte sie in Hamburg gegen die ein Jahr ältere Lettin noch gewonnen. In der Jugendweltrangliste rückte Lisa erstmals auf Platz 294 vor. Nächstes Ziel: Am kommenden Wochenende will sie mit der ersten Damenmannschaft des Club an der Alster norddeutsche Meisterin werden. (tj)

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 26.01.2013

In kleinen Schritten zum großen Ziel

Das Abendblatt stellt die Kandidaten für die Wahl zum Sportler des Jahres 2012 vor. Heute: Tennisspielerin Lisa Ponomar aus Ahrensfelde.

Foto: Holger Suhr

 Tennis-Turniere

Ahrensburg. Weder Teenieschwarm Andy Murray noch der Weltranglistenerste Novak Djokovic können sie vor die Mattscheibe locken. Dass die besten Tennisprofis der Welt seit knapp zwei Wochen im australischen Melbourne um den ersten Grand-Slam-Titel des Jahres spielen, lässt Lisa Ponomar ziemlich kalt. „Ich verfolge natürlich die Ergebnisse. Aber ganz ehrlich: Tennis im Fernsehen finde ich langweilig“, sagt die Ahrensfelderin.

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Von jeder anderen 15-Jährigen könnte man so einen Satz verstehen – aber von einer, die vor gut zwei Jahren ihr Leben umgekrempelt hat, um später selbst einmal in den großen Tennisstadien von Paris, London oder New York den Schläger zu schwingen, erwartet man doch etwas anderes. „Vielleicht hängt es damit zusammen, dass sich bei mir ohnehin fast alles um Tennis dreht“, sagt sie.

Dabei wäre ihre Karriere vor gut einem Jahr beinahe schon vorbei gewesen, noch ehe sie so richtig begonnen hatte. Es war der 14. Januar 2012: Lisa war mit ihrer Mutter auf der Rückfahrt von einem Turnier in Polen, als das Auto bei Eisglätte von der Straße abkam und sich überschlug. Während Alexandra Garmasch mit dem Schrecken davonkam, zog sich ihre Tochter eine Beckenprellung zu und hatte am ganzen Körper blaue Flecken. Lisa: „Ich konnte mich einige Tage lang überhaupt nicht richtig bewegen und habe geglaubt, jetzt ist es aus mit dem Sport.“ Vier Wochen später stand sie wieder auf dem Tennisplatz. Nach zwei Monaten bestritt sie das erste Match. Inzwischen belaste sie der Unfall überhaupt nicht mehr, versichert Lisa.

Sportlich geht es seitdem nur noch bergauf: Sie gewann vergangenes Jahr zehn Turniere, kletterte in der Jugendweltrangliste bis auf Rang 326, ist damit die viertbeste deutsche Spielerin. Allein mit ihrer knappen Finalniederlage am vergangenen Sonntag beim Yonex ITF Hamburg gegen die deutsche Jugendmeisterin Katharina Gerlach (Essen) machte sie 91 Plätze gut.

Mit mehr Training könnte die Ahrensburgerin wohl noch sehr viel weiter oben stehen. „Uns geht es aber nicht um den kurzfristigen Erfolg“, sagt Vater Dimitri Ponomar, der zugleich ihr Trainer ist. „Andere in ihrem Alter trainieren sechs Stunden und mehr pro Tag, sind deshalb schon kräftiger. Doch für Mädchen, die noch im Wachstum sind, finde ich das unvernünftig. Wir gehen da einen etwas anderen Weg.“

Dennoch kann die 1,77 Meter große Ahrensburgerin schon einige beachtliche Erfolge vorweisen – ihr größter war der Gewinn des Doppelwettbewerbs beim bedeutenden Orange Bowl Mitte Dezember in Plantenton/Florida, wo sie an der Seite der Amerikanerin Johnnise Renaud antrat. Der Sieg habe für einen großen Schub gesorgt, sagt Lisa: „Ich bin selbstbewusster geworden und fühle mich jetzt viel stärker, weil ich gesehen habe, dass der Unterschied zu den Spielerinnen, die ganz vorn in der Rangliste stehen, gar nicht so groß ist.“ Zudem habe sie die USA-Reise mit sieben Turnieren innerhalb von zehn Wochen darin bestärkt, so entschlossen wie bisher weiterzumachen. „Die Welt kennenlernen, heute hier und morgen dort spielen – das ist genau das, was ich später machen möchte“, sagt Lisa.

Beim Orange Bowl haben in jungen Jahren auch spätere Weltklassespieler wie Björn Borg, John McEnroe, Roger Federer oder Caroline Wozniacki gewonnen. Lisa sorgte für den ersten deutschen Sieg seit dem Erfolg von Andrea Glass 1991. Das Internetportal tennisnet.com sieht sie deshalb schon als Nachfolgerin von Angelique Kerber (Kiel) und Julia Görges (Bad Oldesloe), die in der aktuellen Damen-Weltrangliste auf den Plätzen fünf und 18 stehen.

Für dieses Jahr sind die nächsten kleinen Schritte geplant: Lisa soll vermehrt an Damenturnieren teilnehmen. Zudem will sie in der Zweiten Bundesliga spielen. Ein kleiner Traum von ihr ist außerdem die Qualifikation für den Juniorenwettbewerb bei einem der Grand-Slam-Turniere.

Zunächst beschäftigt die Ponomars allerdings eine ganz andere Frage: Wie geht es mit der Schule weiter? Derzeit ist Lisa an einer Fernschule in Mannheim angemeldet. Das bedeutet, sie muss nur bei Klausuren anwesend sein. Den Unterrichtsstoff kann sie sich mithilfe der Eltern oder einer Nachhilfelehrerin aneignen und ist frei in ihrer Zeiteinteilung. Ideal also, um Schule und Training zu koordinieren.

Mit dem kürzlichen Wechsel vom TC RW Wahlstedt zum Club an der Alster ist die junge Ahrensfelderin aber auch in das Blickfeld von Hamburger Tennisverband und Sportbund gerückt. Dort hat man eine Förderung in Aussicht gestellt, zugleich aber auch angeregt, auf die Eliteschule des Sports am Alten Teichweg zu wechseln. „Da wird zwar auch Rücksicht auf Training und Wettkampf genommen“, so Dimitri Ponomar, „wir wären aber zeitlich lange nicht mehr so flexibel wie bisher.“

Lisa sagt aber, sie hätte kein Problem damit: „Es gibt Tage, da vermisse ich den geregelten Schulalltag sogar.“ Auch so ein Satz, den man aus dem Mund einer 15-Jährigen nicht unbedingt erwartet.

 

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 21.01.2013

Lisa Ponomar verliert Finale des ITF-Turniers in Hamburg

Tennisspielerin Lisa Ponomar aus Ahrensfelde ist beim Yonex ITF Hamburg knapp am Sieg vorbeigeschrammt.

orange bowl

 

Ahrensburg. Gut vier Wochen nach dem größten Erfolg ihrer noch jungen Profilaufbahn, dem Gewinn des Doppelwettbewerbs beim Orange Bowl in Florida, unterlag die 15-Jährige am Sonntagvormittag im Endspiel des einzigen norddeutschen Jugendweltranglistenturniers der ein Jahr jüngeren Katharina Gerlach (Essen) nach mehr als dreistündigem Kampf mit 3:6, 7:6, 6:7.

Im zweiten Satz lag Lisa gegen die aktuelle deutsche Jugendmeisterin schon fast aussichtslos mit 2:5 hinten, ehe sie die Initiative ergriff und sich nach Abwehr eines Matchballs in den dritten Durchgang rettete. Dort verlor sie schließlich im Tie-Break mit 8:10. „Das war ein ausgeglichenes Spiel, leider ist Lisas Aufschlag nicht so gut gekommen“, sagte Vater Dimitri Ponomar.

Für die Ahrensburgerin hieß es gleich nach der Siegerehrung zum Hauptbahnhof hetzen, um dann per Zug fünf Stunden nach Kaarst zu fahren. Beim dortigen mit 25.000 Dollar dotierten ITF-Future-Turnier für Damen und Herren sollte die Regionalligaspielerin des Clubs an der Alster noch am Sonntagabend gegen Anita Husaric (Bosnien und Herzegowina) in der ersten Runde des Qualifikationswettbewerbs auf dem Platz stehen.

 

Deutscher Tennis Bund (Isabelle Chlosta), 10.12.2012

Hamburg – Lisa Ponomar (Der Club an der Alster) hat beim Orange Bowl in Plantation im US-Bundesstaat Florida einen starken Auftritt hingelegt. Die 15jährige aus Ahrensburg erreichte im Einzelwettbewerb der Juniorinnen unter 16 Jahren die Runde der besten Vier, im Doppel durfte sie sich sogar in die Siegerliste eintragen.

Gemeinsam mit der US-Amerikanerin Johnnise Renaud besiegte sie das kanadische Duo Marie-Alexandre Leduc und Gloria Liang mit 6:0, 6:1.

Im Einzel hatte die ungesetzte Ponomar zum Auftakt einen 6:4-Aufgabesieg gegen die an Nummer zwei gesetzte Ellie Halbauer aus den USA gefeiert. Anschließend ließ sie deren Landsfrauen Amber Park, Maria Smith und Mary Catherine Haffey jeweils in zwei Sätzen hinter sich, ehe sie der an Nummer 16 gesetzten Chloe Michele Ouellet-Pizer aus den USA in zwei knappen Durchgängen mit 6:7 (6:8), 5:7 unterlag.

 

Hamburger Abendblatt (Thomas Jaklitsch), 10.12.2012

Lisa Ponomar gewinnt Orange Bowl

Die 15 Jahre alte Ahrensburgerin siegt bei bedeutendem Tennis-Jugendturnier mit Johnnise Renaud (USA) im Doppel.

Ponomar&Renaud (1)

Geschafft: Für Lisa Ponomar ist der Turniersieg in Plantation der bisher größte Erfolg

Ahrensburg. Ob Chris Evert, Anna Kournikova oder Caroline Wozniacki – viele ehemalige und aktuelle Tennisstars haben sich in jungen Jahren in die Siegerliste der Orange Bowl International Championships eingetragen. Seit Sonnabend ist die begehrte Siegertrophäe, eine mit Orangen gefüllte schwere Glasschüssel, der das bedeutende Jugendturnier in Plantation (US-Bundesstaat Florida) seinen Namen verdankt, auch im Besitz der Ahrensburgerin Lisa Ponomar. Die 15-Jährige gewann mit Partnerin Johnnise Renaud das Doppelfinale der Juniorinnen U 16. Beide benötigten nur 40 Minuten, um die beiden Kanadierinnen Marie-Alexandre Leduc und Gloria Liang mit 6:0, 6:1 zu deklassieren.

„Ich bin einfach nur überglücklich, aber auch ziemlich kaputt“, sagte Lisa nach ihrem bisher größten Erfolg, von dem sie nicht zu träumen gewagt hatte, als sie mit ihrem Vater und Trainer Dimitri vor knapp zehn Wochen zur Turnierreise in die USA aufgebrochen war.

Auch im Einzel sorgte sie bei der 66. Turnierauflage als ungesetzte Spielerin für Furore: Die Ahrensfelderin erreichte ohne Satzverlust das Halbfinale, hatte allerdings in der ersten Runde davon profitiert, dass ihre als Mitfavoritin geltende Gegnerin Ellie Halbauer (USA) beim Stand von 6:4 und 30:0 für Lisa wegen Rückenproblemen aufgab. In der Runde der letzten vier war aber Schluss. Lisa verlor gegen Chloe Michelle Quellet-Pizer (USA) mit 6:7, 5:7. Nach völlig missglücktem Start lag sie schon 1:5 zurück, kämpfte sich auf 5:5 heran, rettete sich in den Tiebreak, in dem sie trotz eines 6:4-Vorsprungs noch 6:8 verlor. Im zweiten Satz reichten 4:1- und 5:3-Führungen nicht zum Ausgleich.

„Ihre Gegenspielerin hat fast jeden Ball zurückgebracht, deshalb musste sie mit großem Risiko spielen“, sagte Dimitri Ponomar. „Ich war auch sehr aufgeregt und habe in der Nacht vor dem Match gar nicht richtig schlafen können“, sagte Lisa. Am Ende forderte aber einfach auch das harte Programm der vergangenen Wochen seinen Tribut. Lisa Ponomar: „Gegen Ende des zweiten Satzes bin ich müde geworden, habe Konditions- und Konzentrationsprobleme bekommen.“ Immerhin war es für sie bereits das zehnte Match innerhalb von einer Woche – und das siebte Turnier auf der Reise.

Deshalb stand nach dem anschließenden Doppelfinale nur noch Regeneration auf dem Plan – zuerst ging es zur Massage, und dann gemeinsam mit Johnnise ab an den Strand. Beide verstehen sich nicht nur auf dem Platz blendend: „Die Chemie zwischen uns stimmt“, sagt Lisa. „Wir haben uns angefreundet, bleiben auf jeden Fall über Facebook in regem Kontakt und wollen versuchen, im kommenden Jahr wieder zusammen zu spielen.“ Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt eine Woche zuvor bei den Eddie Herr Junior Championships in der Akademie von Trainer-Legende Nick Bolletieri in Bradenton (Florida) waren sie bei den Juniorinnen U 18 bis ins Viertelfinale gekommen. „Wir sind beide sehr aggressive Spielerinnen“, sagt die junge Amerikanerin. „Johnnise hat ihre Stärken am Netz, ich von der Grundlinie“, ergänzt Lisa.

Wie geht es in den kommenden Wochen weiter mit der talentierten Ahrensburgerin, die seit knapp zwei Jahren völlig auf die Karte Tennis setzt, sogar auf eine Fernschule in Mannheim gewechselt ist, um ausreichend Zeit für Training und Turniere zu haben? „Jetzt freue ich mich zunächst einmal auf zu Hause und darauf, meine Familie und meine Freunde wiederzusehen.“ Ihr Vater ergänzt: „Wir haben auf der Reise viele wichtige Kontakte geknüpft und hätten die Möglichkeit, noch vor Weihnachten an zwei hochkarätigen Turnieren in Costa Rica und Venezuela teilzunehmen, aber das übersteigt unser Budget“, sagt Dimitri Ponomar. So wird Lisas nächster Turnierauftritt wohl das Yonex ITF-Turnier vom 15. bis 20. Januar in Hamburg sein.

Zuvor steht für sie mit dem Jahreswechsel auch ein Vereinswechsel an: Vom TC RW Wahlstedt geht es zum Club an der Alster, wo Lisa in der Zweiten Bundesliga zum Einsatz kommt und mit Carina Witthöft auf eine alte Bekannte trifft. Die 17-Jährige ist bei ihrem Versuch, im Profibereich Fuß zu fassen, schon einen Schritt weiter. Früher wurde sie auch von Dimitri Ponomar trainiert.